Tom in Tokyo

Dienstag, 18.08.2015 Finaler Eintrag

Hallo Freunde,

hier ist er nun: der allerletzte Eintrag in meinem Japanblog. Vor knapp einem Jahr (Anfang Sept) bin ich zu meinem Auslandsjahr am anderen Ende der Welt aufgebrochen und jetzt seit einigen Tagen wieder richtig angekommen in Deutschland. Es ist unwahrscheinlich, dass ich jemals wieder so ein spannendes Jahr wie in Toyko erleben werde. Auch wenn nicht immer alles perfekt war, war die Entscheidung im Ausland zu studieren doch eine der besten meines Lebens. Was mich am ehesten gestört hat (Achtung, Kritik auf hohem Niveau) ist die Mentalität der Japaner bzw wie die Gesellschaft funktioniert. Das ist der größte Unterschied zu Europa und für mich und die meisten anderen Austauschstudenten war dies auch die größte Hürde. Wahrscheinlich ist das aber auch gut so, sonst wäre ich bestimmt in Japan geblieben. Aber genauso wie ich mich am Ende wieder auf Dtl gefreut habe, vermisse ich schon jetzt Etliches von Japan, wie meine europ., amerik. Freunde und die wenigen jap. Freunde, die ich hatte; das Essen, allen voran die RamenShops (wobei ich schon ein Tip für ein hoffentlich ebenbürtigen Nudelshop bekommen habe); meine Lieblingsboulderhalle; sowie das disziplinierte und höfliche Verhalten der Japaner in der Öffentlichkeit (wenn möglich keine Berührungen oder gar Anrempeln und nur leises Unterhalten und auf gar keinen Fall telefonieren in der Bahn). Hier in Deutschland hingegen nur einmal in der halbleeren S-Bahn gefahren und schon wurde ich vom lauten Gequassel belästigt. Außerdem wurde mein Augenlicht nur 2h nach meiner Ankunft in Berlin von einer massiven Arschritze über einer schlecht sitzenden Hose geblendet, in Japan unvorstellbar. Was mir vor Japan nicht, aber jetzt umso mehr aufgefallen ist, ist der hohe Anteil übergewichtiger Menschen hier. Japaner achten eben mehr auf ihre Ernährung - viel Reis und meist ein Miso-Süppchen dazu und es muss nicht immer das billigste sein.

Also Fazit:
- meine begonne Forschungsarbeit werde ich in leicht abgewandelter Form als Masterarbeit weiterführen
- ich habe wieder Etliches im Aikido gelernt, trotz oder wegen der anderen Stilrichtung; auch war es mir eine Ehre unter Waka Sensei (zukünftiger Big Boss der internationalen Aikido Foundation) auch wenn es manchmal Verständigunsprobleme gab
- Japanisch: nach zwei Jahren läuft es schriftlich halbwegs gut, verbal hadert es noch; ich schätze meine Fähigkeiten für Ersters auf die eines 7-Jährigen und Letzteres eines 5-Jährigen; auch wenn meine Motivation zum Lernen ein paar Knicke hatte, ist sie nun wieder da und ich werde weiterhin japanisch lernen 頑張る!
- meinen sogenannten soft skills und Englischkenntnissen hat der Auslandsaufenthalt natürlich auch nicht geschadet

Das waren jetzt meine gröbsten Eindrücke. Wenn ich euch alle (hoffentlich bald) wiedersehe, kann ich natürlich noch mehr ins Detail gehen. Ich hätte jetzt noch gern geschrieben, ob meine neue Handynr. gleich der alten ist, aber heut kam noch keine Post.

Ihr fragt euch vielleicht, was ich bisher gemacht habe, denn mein Flug von Tokyo ging am 27.9.
An dem Tag bin ich nach Colombo, Sri Lanka geflogen und habe am nächsten Abend den Nachtzug nach Jaffna im Norden des Landes genommen (1. Klasse, sehr billig und alt). Dort hat mich am folgenden Tag mein alter Freund Tom sowie zwei seiner Kommilitonen abgeholt. Die nächsten zwei Wochen haben wir einen Rundtrip durch das Land unternommen und hauptsächlcih buddh. und hinduistische Tempel angeschaut (Achtung, bei Letzteren Schuhe und für Männer auch Oberteile ausziehen) und am Strand gechillt. Nach den stressigen letzten Wochen in Tokyo (sich von allen verabschieden, Papierkram erledigen und meine Eltern waren zu Besuch) war das eine willkommene Abwechslung, allerdings habe ich auch entsprechend Fotos gemacht dafür aber die anderen drei umso mehr. Sri Lanka ist ein schönes Urlaubsziel mit sehr schönen Stränden und vielen wilden Tieren (Geparden, Elefanten und Krokodile). Im Vergleich zu Dtl ist es auch billig bzw zu Japan sehr billig, da bis 2009 Bürgerkrieg in dem Land herrschte und jetzt der Tourismus erst zu laufen beginnt. Es ist aber auch unglaublich dreckig vor allem im Vergleich zu Japans Straßen und das Essen sehr scharf, billig und lecker.

Hauptbhf der inoffiziellen Hauptstadt Colombo Sonnenaufgang in Trincomalee, 5.50 Uhr Panorama vom Strand, der Stacheldraht wehrt die freilaufenden (und heiligen?) Kühe ab, die überall rumlaufen

Zurück in Dtl stand dann sofort das Summerbreeze-Festival und im Anschluss eine LAN-Party bei uns in der WG auf dem Plan. Und jetzt hab ich endlich Zeit in Ruhe meine Kartons auszupacken, meine Sachen einzuräumen und diesen Eintrag zu schreiben.

Hiermit beende ich jetzt diesen Blog und hoffe, dass ich euch alle bald wiedersehe.
Hier noch ein paar Bonusbildchen:

Wo ist Tom? letztes Training des Clubs #1 für mich und auch vor der Sommer-/Prüfungspause All you eat and drink mit Freunden jenes Clubs letztes Training von Club #2 All you can drink mit allen vom Club #2 meine Sammlung von Kaffeedosen (nicht vollständig!) Tom und Thomas

 

多分明日まで

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Sonntag, 31.05.2015 Aikido und Anderes

Willkommen zum wahrscheinlich vorletzten Eintrag auf dem Blog. Was gibt es Neues zu berichten:
in den letzen zwei Wochen gab es hier einen Taifun und drei Erdbeben, von denen (glücklicherweise) aber keines spektakulär war. Wobei das Gestrige für westliche Verhältnisse sehr stark war. Zwei Freunde und ich waren abends unterwegs und ich hatte gerade mein erstes Getränk konsumiert, als alles anfing zu schwanken. Mein erster Gedanke war etwa: "Huch, die Mischung war aber stark". Nach einer halben Minute war es dann vorbei und da die Japaner nicht darauf reagierten, taten wir es ihnen gleich. Hier ist die Webseite mit aktuellen Erdbeben. Was den Taifun angeht: der kam wieder nachts (d.h. kein Unterichtsausfall). Es stürmt und regnet stark für ein paar Stunden und dann klart es wieder auf.

Letztes Wochenende fand im Budo-kan ("Kampfkunst Halle") die 53rd All Japan Aikido Demonstration statt, da mussten wir natürlich hin. Bei dieser alljährlcihen Veranstaltungen reisen Aikido-Vereine/Dojos aus ganz Japan an und demonstrieren für je 5min ihr Können. Die Halle  selbst fasst etwa 10000 Leute und war an dem Tag mit 7800 gut gefüllt. Von denen waren auch die Allermeisten selbst Teilnehmer (wir nicht, denn keiner der beiden Keio Aikido Clubs nahm teil).

Ansprache und Nationalhymne im Budokan Vorführungen der Techniken auch mit Kindern hier sind auf allen 5 Matten eine gemeinsame Gruppe - die hier sind auf allen 5 Matten eine gemeinsame Gruppe - die Techniken aus dem Sitzen gegen Ende zeigten die Großmeister ihre Techniken

Es begann um 12 Uhr und nach einer Ansprache ging es dann hintereinander weg: Angrüßen der Aikidoka, Techniken zeigen, (Schlag auf große Trommel) und Abgrüßen, dann wird zügig gewechselt und es beginnt von vorn. Ab etwa 4 Uhr zeigten dann die Shihan/Großmeister ihre Skills und zum Schluss der Doshu Moriteru Ueshiba - der amtierende Vorsitzende der Aikido Foundation, Chef des Hombu Dojo ("Aikido HQ") und Enkel des Osensei Ueshiba Morihei (Gründer). Das war wirklich eindrucksvoll, der Mann ist über 60 Jahre alt und bewegt sich so geschmeidig und gleichzeitig so bestimmt, dass jede Technik ihre volle Wirkung entfalltet.

Im Anschluss waren wir noch im angrenzenden Park, von der Halle selbst konnte ich leide rkein gutes Foto schießen, ihr könnt es ja googlen.
Dach des Budokan einer der Zugänge zum Gelände rituelles Tor, 27m, 100t schwer

Vor ein paar Wochen habe ich es auch endlich geschafft meinen Namen auf meine Aikido Jacke sticken zu lassen. Der Hintergrundgedanke ist dabei, dass der Lehrer nicht die Namen aller Schüler lernen muss (und dass man seine Sachen im Umkleide-Kabuff nicht vertauscht). Außerdem hab ich mir einen zweiten Bokken gekauft. Dieser ist aus weißer japanischer Eiche, etwas massiver und widerstandsfähiger und einfach sehr schön. Diese Holzschwerter benutzen wir manchmal beim Training, denn die meisten (alle?) Techniken sind ursprünglich Ableitungen von von Schwerthieben oder Bewegungen während des Schwertziehens.Während der Woche, als meine Jacke in der Stickerei war, hatte ich mir eine aus dem Clubinventar geliehen und ich kann euch den Hinweis geben: Falls ihr euch mal eine Dogi-Jacke kauft, achtet darauf, dass sie keine Naht entlang des Rückgrats hat.

  Dogi und Bokken, wer kann dazu nein sagen?

Ich hatte hier schonmal erwähnt, dass ich an beiden Aikdo-Kursen der Uni teilnehme. Kurs A findet 6mal pro Woche im eigen Dojo statt und Kurs B jeden Dienstag in einer Turnhalle (Aufwärmen=Matten aufbauen/auslegen). Letzte Woche habe ich erst festgestellt, dass der Lehrer des Di-Kurs der Waka Sensei ist - also Sohn des Doshu, Urenkel des Osensei und damit voraussichtlicher Nachfolger als Doshu. Er ist ein ziemlich lässiger Typ und er war sogar schonmal ein Bier mit uns trinken. Außerdem sind wir meistens nur drei Schüler und damit kann er sehr ganau auf jeden von uns eingehen.

Dieses Wochenende fand auch die Weltmeisterschaft im Kendo in der gleichen Halle statt. Wir haben uns die gestrigen Wettkämpfe der Damen im Einzel und Team angeschaut. Vor allem wegen der Rüstungen ist das sehr schön anzusehen.
Angrüßen vor den Team/Nationen Kämpfen Kampf Südkoreanerinnen als Einzige in Weiß erbittertes Duell simulatanes Halbfinale der Favoriten: S-Korea und Japan
Die deutschen Damen kamen leider nicht weit, denn sie wurden meist von den Japanerinen besiegt. Es sei angemerkt, dass abgesehen vom Finale so gut wie alle Juroren Japaner waren (unparteiisch?). Auf den Gängen konnte man neben Essen und Nippes auch Kendozubehör kaufen, für eine gute Rüstung bezahlt man ohne Probleme über 1000€.

Vor etwa einem Monat fand im Hafen von Yokohama (dieser hat eine Partnerschaft mit dem Hamburger Hafen) das "Yokohama Frühlingsfest" statt. Das ist wie das Oktoberfest mit Bierzelt, teueren Bier, Bratwürsten und deutschen (!) Schlagern/Hits.
Bierpromenade, u.a. vertreten: Warsteiner und Münchner Hofbräu gibts das auch auf dem Oktoberfest? leider bekommt man für 1000Yen/7€ nur ein 0.35l Becher :(

Gemeinsam mit jap Erstsemestern waren wir letztens auch im Museum für cupnoodles (sozusagen Instant Ramen). Das Gebäude war fast schon monumental und etwas überdimensioniert für den gebotenen Inhalt. Die Ausstellung selbst war nicht so groß (und auf japanisch), aber zum Schluss konnte man seine eigenen cupnoodles zusammenstellen. Bilder liefere ich nach

Wenn man mit der Bahn ein Weilchen Richtung Nordwesten fährt, kommt man nach MItake, das in einem idyllischen Tal gelegen ist UND an dessen Fluss sich zahlreiche Boulder befinden. Bei entsprechenden Wetter fahren ein amerikanischer Boulderkollege und ich dort gern hin. Die Qualität der Felsen ist sehr gut (sehr stabil und griffig ohne dass es gleich die Hornhaut wegscheuert), kurze Laufwege und die Natur ist auch schön.
Boulder in Mitake 多摩川 / Tama Fluss unser aktuelles Projekt

Achtung, jetzt schließt sich der Kreis wieder! DieSchwierigkeit der Boulderprobleme sind genauso wie in den jap Kampfkünsten mit Kyu- und Dan-Graden (Schüler bzw Meister) bewertet.

 

 

 

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Freitag, 17.04.2015 Neues Semester und Trip nach Himeji

Seid gegrüßt,

hier hat vor zwei Wochen das neue Semester begonnen wie wahrscheinlich in Dtl auch, aber hier begann zugleich auch das akademische Jahr; d.h. die Erstsemester wurden feierlich immatrikuliert. An demTag trugen alle neuen Studenten Anzüge und die Studentinnen Kimono. Leider hatte ich keine Kamera dabei, denn es war sehr hübsch anzusehen.

In der letzten Ferienwoche habe ich noch einen Ausflug nach Himeji unternommen. Mein ursprüngliches Ziel war die alte Kaiserstadt Kyoto, aber deren Hostels waren einen Monat vorher schon leider alle ausgebucht =(. Abgesehen vom Wetter war Himeji aber auch sehr schön. Hingefahren bin ich am 31.3. mit einem Nachtbus; die sind wie die deutschen Fernbusse, aber es sind nur drei Sitzreihen und zwei ultraschmale Gänge (seinen Sitz/Schlafplatz kann man mit Gardinen zuziehen) und man bekommt ein gratis Tetrapack mit Tee. Angekommen bin ich frühs um 8 und es hat geregnt, zum Glück gibt es dort ein paar hübsche Museen. Genächtigt habe ich in einem kleinen gemütlichen Hostel, deren Betten schon etwas von einem Kapselhotel ahtenn (siehe Bild mitte: himeji588.com). Die anderen Besucher kamen aus (Süd-)Ostasien und Europa, sogar zwei deutsche Physikstudenten waren dabei. Am nächsten sonnigen Tag habe ich die Hauptattraktion besucht: die Himeji Burg (Weltkulturerbe; evtl bekannt aus "007-man lebt nur zweimal"). Der eigentliche Bergfried war fünf Jahre lang für Renovierungsarbeiten gesperrt gewesen und erst eine Woche vor meinem Besuch wieder eröffnet wurden. Außerdem war gerade Kirschblütensaison und dementsprechend viel los. Bilder (manche haben einen Titel, weil ich diese auch meiner Arbeitsgruppe presentiert habe):

Ankunft in Himeji Nord-/Rückseite Museumsbesuch die Burg besteht aus Holz, Lehm und Gips (und muss aller 50a erneuert werden)

Geburtsstunde des Offiziersskat Blick aus der obersten (7.) Etage Richtung Bahnhof traditioneller Garten

traditionelles Blumenarangieren / Ikebana


An dem anderen sonnigen Tag bin ich zum ersten mal in einen jap. Nahverkehrsbus eingestiegen (man steigt hinten ein und bezahlt beim Aussteigen, verrückt) und den Berg Shosha hochgewandert. Dieser ist besonders, weil oben eine weitläufige Tempelanlage (Engyoji) aus dem 16./17. Jahrhundert erhalten ist. Diese wird heute noch von buddhistischen  Mönchen bewohnt und ist für Besucher offen. Weil in diesem Areal kein modernes Gebäude steht, wurde es auch als Drehort für den Film "The Last Samurai" genutzt.

Erklimmen des Shosha wenn ihr ganz genau hinschaut, seht ihr meine orange Markierung im Bild, die auf die Tafel bzw das Gebäude dahinter zeigt

Ausblick Richtung Norden/Landesinnere

Zwei Andenkden habe ich mir gekauft:
eine schöne Maske und ein Wörterbuch im weitern Sinne "Tadashi Fuck No Tsukaikata", da die jap Sprache recht arm an Fluchwörtern und Beschimpfungen ist.

Anwendungsbeispiele mit kulturellen oder historischen Bezügen

Die Rückfahrt erfolgte am Sonntag vor Vorlesungsbeginn per  Nozomi Shinkansen, welcher sich in Geschwindigkeit und Preis stark dem ICE ähnelt. An dieser Stelle hätte ich gern Lob für die Pünktlichkeit ausgesprochen (die Fahrpläne sind angeblich im Viertelminutentakt geschrieben), aber der くず Shinkansen kam eine Viertelstunde zu spät.
Ich hätte natürlich gern eher diesen Eintrag verfasst, aber das reguläre Aikidotraining hat letzte Woche wieder begonnen und diese Woche habe ich wieder einen Vortrag in meiner Arbeitsgruppe über die bisherigen Ergebnisse gehalten, welche leider nicht ganz meinen Erwartungen entsprachen.

Wenn das Wetter hier durchhält,  werde ich morgen zum ersten mal draußen bouldern gehn. Ich drück mir die Daumen.

Bis demnächst
Tom

 

 

 

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Dienstag, 03.03.2015 Besuch aus Deutschland

Guten Morgen,

also der Reihe nach. Vor zwei Wochen am 19.2. wurde erstmal das chinesische Neujahr gefeiert. Da sich in Yokohama das größte Chinaviertel/chinatown von Japan als auch von ganz Asien befindet, hab ich mir das mal angeschaut. Es war wirklich viel los auf den Straßen und auch sehr gedrängt, da neben den Passanten auch der Drachen (s. Bilder) mit seiner Gefolgschaft von Laden zu Laden zog und Glück brachte.

Glücksdrachen; rechts werden Knaller gezündet   der Drache geht in jeden Laden ganz hineinChina Museum, leider geschlossen
chin. Tempel, unterscheidet sich u.a. von jap. durch die Drachen Panda-Laden lecker Panda Landmark Tower von Yokohama

Also euch allen nachträglich ein frohes neues chinesisches Jahr!

Das hat jetzt leider etwas gedauert, habe die Bilder nun vom Campus aus hochgeladen. Als Entschädigung noch ein paar Bilder aus Chinatown, wo letzten Donnerstag (3.5.) die Neujahrsfeierlichkeiten beendet wurden:

Tor zum chinesischen Viertel/Chūkagai Abschlussfeier im Tempel inkl Drachen typische Gasse ? chin. Tempel

 Am Sonnag kam dann mein alter Freund Tom in Tokyo an und sightseeing, jap Essen und Eigenheiten von Tokyo standen letzte Woche auf dem Programm. Hier ein paar Bilder davon:

- Shibuya, Shinjuku und Yoyogi-Park:

große Tempelanlage hmmm takoyaki  Außenanlage/Wachturm des Kaisertempels (Kōkyo) einer der wenigen Zugängen des Kōkyo

Tokyo Government Building  Ausblick von jenem Blick auf den Yoyogi-Park Meji-Schrein im Yoyogi-Park

- an einem Tag ging es außerhalb Tokyos zu einer kleinen Wanderung auf Takao-san; der Berg ist 600m hoch, befindet sich etwa 50km westlich von Tokyo und beherbergt einige Tempel, Schreine und einen kleinen Affenzoo:

Übersichtskarte beim Verlassen des Bhf  Nein, Tokyo wäre am Horizont zu sehen; im Vordergrund ist aber die Stadt Hachiōji zu sehen Gehege mit Japanmakaken *
Ausblick Richtung Tokyo Tengu Dog; Tengu ist ein Fabelwesen mit langer Nase ein Wächter eines Tempels häufig vor Tempeln: eine Schale für Räucherstäbechen, die Unheil vertreiben
* der natürliche Lebensraum dieser Affen ist ganz Japan (außer Hokkaido), leider haben wir keine Freilebenden gesichtet, Japanmakak

- weiters Highlight: Besuch in einem Eulencafe; ein kleiner Laden mit vielen Eulen zum Streicheln
  Chi-chan Malo-chan, Name der rechten Eule hab ich vergessen  dicke Adler-Eule
Die Internetaffinen unter euch kennen bestimmt schon Katzencafes, von denen es viele in Japan gibt. Das Konzept wurde dann auch für andere Tiere aufgegriffen: animalcafes.

- Sonstiges:
Nachbildungen von Torten vor einer Konditorei typische Autos auf Tokyos Straßen Service und Kundenfreundlichkeit wird in Japan sehr groß geschrieben

McD und Starbucks sieht man hier hin und wieder, das wars aber auch mit amerikanischem Fastfood. Dafür gibt es hier jap. Ketten von Imbissen bzw Schnellrestaurants, in denen Angestellte und auch Schüler in der Mittagspause und Abends essen gehen, zB Yoshinoya und Matsuya. Daneben gibt es natürlich noch die zahllosen Ramen-Läden.

Zum Schluss wieder einmal Besonderheiten des Japanischen:
- 主人  shu jin  Ehemann
- 囚人 shuu jin Gefangener

Grüße Tom

 

 

 

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Mittwoch, 11.02.2015 Skiurlaub

Hallo zusammen,

hier ist heute Feiertag, denn vor knapp 150 Jahren wurden das heutige Japan gegründet. Zeit für mich kurz von dem zweitägigen Skitrip letzter Woche zu berichten. Wir sind sehr früh zu elft in das Maiko Snow Reasort in der Niigata Präfektur gefahren und haben uns dort Ausrüstung ausgeliehen. Dann bis abends in dem wirklich schönen Areal gefahren. Es hat permanent leicht geschneit, was aber nicht störend war, die Temperatur lag bei etwa 0°C und es war auch nicht sehr viel los. Als Skifahrer ist man hier definitiv in der Unterzahl, denn v.a. junge Leute fahren ausschließlich Snowboard.

Maiko Ski Resort Hauptstraße des Dorfes unser traditionelles Zimmer 9 von 11

Übernachtet haben wir in einer Pension, sehr änlich denen in den deutschen Alpen. Statt der Sauna gibt es sento (heißes Bad), das Essen ist anders und die Räume sind meist traditionell eingerichtet: Tagsüber steht ein flacher Tisch in der Mitte und ringsum Sitzkissen. Die futons (Matratzen/Schlafunterlagen) sind im Wandschrank verstaut und werden abends ausgebreitet. Das war die letzten 1000 Jahre in den jap Heimen Standard und ist es eben teilweise immernoch. Für mich war es das erste mal so auf dem Boden/ tatami (Strohmatten) zu schlafen und kann nicht klagen. Das Kopfkissen war aber recht hart, in etwa wie ein Bohnenkissen.
Das Abendessen und Frühstück war auch klassisch japanisch: Schälchen Reis und Gemühsebrühe ist eigentlich immer dabei, abends: Bulette mit Soße, frühs: Spiegelei und gebratener Fisch, dazu noch Gemüse und Tee. Apropo Essen gab es auch noch ein nicht so schönes Erlebnis: abends haben wir noch gesellig zusammen gesessen (wieder neue Trinkspiele kennengelernt). Als ich mich umdrehte, sah ich plötzlich, wie aus dem Mund eines Mädchen kleine rote Fangarme von einem Oktopus ragten. Widerlich. Man hat sowas bestimmt schon im Fernsehen kennengelernt und ich habe hier auch schon einige Male Stückchen davon gegessen, aber wenn dann Japaner anfangen sich vor deiner Nase kleine (10-15cm), getrocknete(?) Oktopuse im Ganzen in den Mund zu schieben...huihuihui. Das war auch das erste Mal in Japan, dass ich eine Speise nicht probiert habe. Vllt hole ich das noch nach, denn das kann man hier oft in den Snackabteilungen kaufen.

Am Wochenende hatte ich die Chance wieder mal in einem anderen Aikido-Verein mitzutrainieren und habe inzwischen acht verschieden Budo-Hallen kennenlernen dürfen. Das liegt nicht daran, dass ich wankelmütig bin und alle Vereine hier ausprobiere, sondern wir (Aikido-Club der Uni, Nr2) wurden eingeladen am Training der Sofia-Uni zeilzunehmen. Das habe ich gern wahrgenommen, denn zZ ist kein reguläres Training von Club Nr1 oder Nr2. In einer der Hallen der Gastgeber waren die tatami recht hart und ausgerechnet dort ging das Training über 4h (Pausen nicht eingerechnet)...huihuihui. Das gab ordentlich Muskelkater und ich habe abermals festgestellt, dass meine Waschmaschine Blut aus dem weißen Stoff nicht wirklich rausbekommt (keine Bange, ich bin unversehrt; häufig bekommt man einfach Schürfungen an Füßen oder Knien). Nach dem Training habe ich noch kurz bei zwei anderen Budo-Training zugeschaut: trad. Bogenschießen und Iaido (Kunst des schnellen Schertziehens), anmutig und leicht bedrohlich.

Bis zum nächstenmal
Euer Tom

Nachtrag: mir ist eben noch etwas Wichtiges eingefallen. Als ich gestern in meiner Lieblings-Boulderhalle war, gab es sehr interessante Musik. Des öfteren hört man da deutsche Titel, zB "nein mann" von laserkraft oder Techno-Remixe von Schlagern (übrigens auf einem russischen Sender), aber gestern hieß es: "Und hier ist die große Helene Fischer Show, live aus Chmenitz!"
Hach, da ist man auf der anderen Seite der Erdkugel und dann kommt plötzlich meine Lieblingsmusik aus der Heimat.

 

 

 

 

 

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Sonntag, 25.01.2015 Winterferien

Zuerst wünsche ich euch -wenn auch ewas verspätet- ein frohes neues Jahr; hoffentlich seid ihr auch alle gut reingerutscht. Was meinen Geburtstag angeht: den habe ich nicht großartig gefeiert. Zwei Freunde und ich waren in einem Onsen ("heiße Quelle"/Spa) kombiniert mit einem Themenpark, in dem alles auf Edo-Zeit (19 Jhd.) gemacht ist (http://www.ooedoonsen.jp/daiba/english/). Im Onsen selbst gibt es viele Becken mit heißem Wasser, Massagebecken, Sauna und Außenberecih. Wenn man davon genug hat, zieht man sich seinen yukata (Bademantel) an, den man am Eingang bekommt, und kann was essen, trinken oder sich die Show  ansehen.

Yukata Gang Neujahr

Plan A für Silvester war übrigens die Party auf der Shibuya-Kreuzung. Angeblcih lassen dann die Japaner mal die Sau raus. Wir haben aber noch rechtzeitig erfahren, dass in der Tat die Kreuzung  die ganze Nacht gesperrt ist. Traditionell wird Silvester in Japan nicht gefeiert (oder geböllert), man verbringt höchstens die Zeit mit der Familie und besucht Neujahr die buddhistischen Tempel, auch wenn man nicht religiös ist.

Wie der Titel schon sagt, habe ich jetzt Ferien oder zumind keine Vorlesungen mehr. Ich hoffe, dass unsere Seminare/Treffen mit der Arbeitsgruppe nicht die kompletten Ferien durchgehen. Meine Kommilitonen haben jetzt Prüfungen und v.a. die jap Studenten lernen dafür seit Weihnachten. Viele Sportkurse haben daher schon seit Mitte Dezember Winterpause, auch mein Aikido-Club. Immerhin hatten wir vor 2 Wochen eine Woche lang Spezialtraining kankeiko (Kälte- oder Wintertraining): es findet von 6Uhr bis 8Uhr statt, morgens! Dafür musste ich halb fünf (4:30!) aufstehen und ich muss sagen, dass ich schon etwas stolz darauf bin es geschafft zu haben. Das Dojo ist um die Zeit auch entsprechend kalt (Thermometer: zu Bgeinn 2°C am Ende 4°C). In Dtl würden dann wahrscheinlich nur die Hälfte -wenn überhaupt- kommen, aber nicht hier: jeder war anwesend. Es kamen sogar etlcihe Ehemailge, sodass wir ca 50 Leute waren. Deshalb haben wir auch in einer größeren Halle (judo-dojo) trainiert.

Gestern hab ich mir etwas Kultur gegeben: In Tokyo, Ueno (bekannter Bahnhof und Park) ist das Tokyo National Museum. Sehr schön und interessant aber auch erschwinglich (habe am Autmoat erst ein Studententicket für 3€ gekauft, der Kontrolleur hat mir das Geld aber wiedergegeben, weil ich Student bin ). Es gibt da Gallerien über die Geschichte Japans sowie einige Regionen aus Ostasien.

Hauptgebäude des Museums / honkan ? Schatzkammer mit 1000Jahren alten Figuren einfache Samurai-Rüstung Rüstung eines gehobenen Samurai, von vorn und von hinten  Tachi, verwandt mit dem Katanaalte Drachenfigurherausragende Handwerkskunst  Tempel im benachbarten Ueno-Park

Danach hab ich mir noch den benachbarten Stadtteil Amejoko angeschaut, der sich durch seine zahlosen kleinen Läden und Gassen auszeichnet. Häufig fühlt man sich wie auf einem Basar, also sehr untypisch für Tokyo. Dabei habe ich die These aufgestellt, dass die Breite der Gasse sich indirekt proportional zur Dubiosität verhält. (Leider keine Bilder aber ihr könnt sie googeln, wenn ihr wollt: アメ横 ).

Zum Schluss noch Feinheiten der japn Sprache:
- im Alltagsgespräch heißt un ja und uun nein
- folgendes kanji kann man u.a. als Kind oder Ratte lesen

PS: das Wetter ist grad sehr mild, wobei es hier zu Neujahr sogar ganz kurz geschneit hat. Wahrscheinlich wird jetzt schon Frühling.

 

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Samstag, 27.12.2014 Weihnachtsferien

Soso ihr Guten,

ich habe mir gedacht, dass euch ein neuer Blogeintrag gefallen würde.
Erstmal hoffe ich, dass ihr auch schöne Weihnachten hattet. Hier wird es ja nicht gefeiert,dh es gibt auch keine Feiertage. Immerhin war Di, der 23.12. frei, denn das ist der Geburtstag des tenno / Kaisers - lang soll er leben! Folglich gab es am Mo-Abend eine von mehreren Weihnachtsfeiern, diese war vom Physik Department. Fazit: das Verhältnis von Dozenten und Studenten ist hier "intimer". Man spricht sich mit Vornamen an (zumind als grad student bzw ab Master), die Professoren trinken mehr als nur ein Bier (in Anwesenheit von Studenten) und zum Schluss gibts vllt noch eine Umarmung.
Am Mi/Weihnachten hatte ich dann also bis Abends Untericht und danach war ich bei Freunden/Komilitonen zum Essen eingeladen. Wie gesagt Weihnachten selbst wird hier nicht großartig gefeiert. Aber immerhin haben wir seit heute Ferien bis zum 6.1.
Hier noch mein grandioses Wichtelgeschenk von der Wohnheimweihnachtsfeier:

Keine Ahnung, ob das typisch japanisch ist, aber angeblich kann man damit Trinkspiele spielen.

Heute habe ich eine Ausstellung der Künstler Mr Brainwash und Hijack (street art) besucht. Ich hatte bereits eine Doku von Ersterem gesehen und fand das recht interessant, die Austellung selbst war aber sehr übersichtlich. Es gab etwa zwei dutzend Bilder zu sehen, die man für 2000-5000 kaufen konnte (Euro nicht Yen). Im Anschluss bin ich noch etwas über die (künstliche?) Insel geschlendert und habe Fotos gemacht.

1. Roboter gundam
2. Touristenkahn in chinesischer Optik
3 und 4. Hochhäuser mit nicht-trivialen Formen
5. Rainbow-Bridge und Freiheitsstatue
Dass die Brücke so heißt, habe ich leider erst eben erfahren und daher auch kein so schönes Foto machen können wie jenes.

 

Es gibt außerdem gute Neuigkeiten: ich habe mein Rad wieder bekommen. Es war in der Tat nicht gestohlen, sondern "abgeschleppt" weil falsch geparkt. Als ich damals zur Polizei gegangen bin, hatte ich gehofft, dass die mir so einen Hinweis geben. Nichts dergleichen. Ein Freund hatte mir das dann später erzählt, dass es von der Stadtbehörde Fahrrad-Kidnapper gibt, die "falsch" abgestellte Räder mitnehmen. Die kann man sich dann für 10€ wiederholen. Also bin ich dorthin, habe dann mein gutes Rad endlich gefunden und wollte schon wieder heim radeln. Aber der Chef hat dann mir das Geld zurück gegeben und meinte ich solle etwas warten. Nach lediglich einer halben Stunde kam ein Polizist auf einem Krad an (wahrscheinlich hat es deswegen so lange gedauert) und hat mir ein parr Fragen gestellt. Die kommunikation war knifflig, weil mein Japanisch so schlecht wie sein Englisch ist. Auf alle Fälle hab ich es jetzt wieder und auf dem Hinweg bin ich an einer schönen Aussicht vorbeigekommen, in echt war es natürlich viel beeindruckender. (Es ist auch wieder fuji-san zu sehen, es ist der symmetrische Berg ganz hinten)

Ich habe mir überlegt das nächste mal ein paar Fotos von der Bude hier hochzuladen, nachdem ich letztens gefragt wurde ob das zweite Bild vom letzten Eintrag von meinem Balkon ist (nein).  Allerdings müsste ich meinZimmer dafür aufräumen. Diese Entscheidung möchte also gut überlegt sein.

Fragen und Antworten:

- es gibt hier Weihnachtsdekoration, aber vor allem in Einkaufszentren und eher amerikanisch, also viel Plaste und LED's
mein Zimmer hatte ich etwas geschmückt (mit einer Weihnachtsmannzipfelmütze), ich bin ja nicht so der große Fan von Dekoration

- Letzte Woche hatte ich eine Präsentation vor meiner Arbeitsgruppe gehalten mit dene rsten Ergebnissen. Die entsprechen zum Großteil meinen Erwartungen, aber nicht ganz: einen Parameter (Wechselwirkung zwischen Monomeren und Lösungsmittel) muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen. Mein Prof war aber zufrieden und meine Komilitonen erstaunt, dass ich Linux nutze. Hier ist auch bei den Physikern Windows und MacOS Standard, was mich erstaunt.
Meine Ergebnisse möchte ich in der Tat auch veröffentlichen, ich weiß aber nch nicht, ob am Ende diese Auslandsjahres oder danach.

- sowohl Glühwein als auch Böller gibt es hier nicht wirklich, falls ich welche zu Sylvester entdecke, werde ich nächtes mal darüber berichten

Und bevor ich es vergesse hier noch die Auflösung des letzten Rätsels. Die Antwort von TH aus Ö mit Trabant geht schon in die richtige Richtung. Es ist ein niedlicher 3er BMW

Einen guten Rutsch ins Jahr 2015 wünsche ich euch schonmal.

 

 

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Sonntag, 07.12.2014 Adventszeit

Seit etwa zwei Wochen gibt es hier Weihnachtsschmuck, zB in den Einkaufszentren, Boulderhalle oder Cafeteria (diese ist auch der einzige Ort auf meinem Campus, wo man heißen Kaffee bekommt. Dafür gibt es überall Getränkeautomaten mit kalten Kaffee. Beachtet auch bitte die Öffnungszeiten). Wie dem auch sei, in Weihnachtsstimmung bin ich nicht unbedingt. Das liegt wahrscheinlich am Wetter.

Das Bild habe ich am Mittwoch,16.30Uhr aufgenommen und  so herbstlich sieht es jetzt immer noch aus. Aber immerhin ist es kalt geworden, ca 5°C. Da merkt man, wie schlecht die Häuser hier (thermisch) isoliert sind. Das ist ökologisch aber nicht so schlimm, da hier auch kaum geheizt wird. Stattdessen hat man beheizbare Tische (klick mich) oder dicke Decken, oder man zieht sich einfach wärmer an.

Vor zwei Wochen hat mich der andere Deutsche aus der Physikfakultät gefragt, ob ich nicht Lust hääte mit nach Kamakura zu kommen. Das ist eine Stadt südl von Tokyo mit vielen gut erhaltenen und sehr alten Tempeln/Schreinen. Geführt hat uns sein Betreuer.

  

Erläuterung der Bilder: Professor/Privatdozent, Doktorand und Masterstudent vor der zweitgrößten(?) Buddha-Statue der Welt ;
Gedenkstätte für die Ahnen;
goldene Buddha-Statue;
keine Ahnung;
Frosch(?), keine antike Gottheit, aber man bekommt dennoch Glück, wenn man es streichelt;
keine Ahnung.

Vor einiger Zeit hat Herr Flashmonster das Thema Smog angesprochen. Das ist hier aber kein Problem, denn es gibt relativ wenige Autos hier (absolut natürlich viele). Die meisten Menschen benutzen die Metro, die wirklich sehr angenehm ist. Es sei denn man fährt während der rush hour. Für Autos hat man einfach nicht genügend Platz.

 

Hier noch ein Bild eines Parkplatz, ihr könnt mal rätseln welches kleines jap Auto dort immer parkt. Auflösung nächstes mal.



Mit meiner Forschungsarbeit geht es auch voran, hier zwei Bildchen dazu.

ZZ bin noch dabei Ergebnisse einer älteren Arbeit (links) zu produzieren, um a) die Ergebnisse zu reproduzieren und b) mein Model (rechts) zu testen. Das linke Bild zeigt zwei Polymerbürsten (gelb und blau, mit roten Bindungsvektoren), die sehr stark gepresst werden. Rechts ist gibt es zusätzlich noch explizite Lösungsmittel-Teilchen (Druck ist hier kleiner). Noch schaue ich, ob sich beide Systeme qualitativ gleich verhalten (so hoffe ich). Bisher sieht es gut aus und ich werde bald beginnen, die Bürsten zu scheren (sagt man das so?). Dh die grüne Wand/Oberfläche wird stetig nach rechts bewegt und die Reibungskraft wird gemessen (die recht klein sein sollte).

PS: ich muss mich leider wiederholen:
"Ich freue mich über jeden Kommentar  und mir ist es auch egal, wie ihr euch nennt. Aber bitte wählt den Namen so, dass wenigstens ich weiß, wer ihr seid" Bei manchen Kommentaren hab ich nur eine Ahnung, dass es einer von den New Kids ist, aber mir ist es lieber, wenn ich mir sicher bin. Außerdem gibt es Personen unter 18 und über 28, die diesen Blog lesen, also bitte vernünfitge Namen.

 

 

 

 

 

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Donnerstag, 13.11.2014 Mal wieder ein Lebenszeichen von mir

Die schlechte Nachricht zuerst: meine Fahrrad wurde gestohlen =( Ich hatte es am Montagmorgen vorm Bahnhof abgestellt, weil ich zum mita-Campus in Tokyo gefahren bin. Abends standen die anderen 100 Räder noch da, aber meins war weg =((


Ein Kommilitone und ich haben dann gestern Anzeige in einem winzigen Polizeirevier erstattet (ein Raum, 2 Tische mit einem Telefon, mit dem man die Polizisten anrufen musste, denn die waren grad auf Streife). Vllt hab ich Glück und es taucht wieder auf.

Das bringt mich zum nächsten Thema: Anfang dieser Woche fand eine internationale Physikkonferenz auf jenem Campus statt und ich war eingeladen wurden. Es war das Nosé30-Symposium zu Ehren des jap Physikers Shuichi Nosé, der vor 30 Jahren wichtige Grundlagen für Simulationstechniken in der Physik, Chemie und Biologie geschaffen hatte (ich meine damit: molecular dynamics und für die lammps-Freunde unter euch: in nvt, npt und nph-Ensembles wird das Nose-Hoover-Thermostat genutzt). Über die Einldaung habe ich mich sehr gefreut, nicht zuletzt weil es da gratis heißen Kaffee gab (meistens bekommt man sonst nur Eiskaffe oder kalten Milchkaffee). DIe meisten Vorträge waren natürlich auch sehr interessant und es ist schon spannend, womit sich die Experten in diesem Fachgebiet so beschäftigen. Es ist schließlich auch die Thematik, mit der ich mich zZ beschäftige und dies auch in ZUkunft tun will.

Wieder eine geschickte Überleitung: wie steht es mit meinem Forschungsvorhaben? Es geht voran. Ich hatte mich bis letzter Woche eingelesen und diese Woche angefangen die Simulationen vorzubereiten (wir nutzen hier auch lammps , womit ich mich schon etwas von zu Hause auskenne). Vllt kann ich schon das nächste mal hübsche Bildchen hochladen, damit ich nicht immer umständlich erklären muss, was "behavior of switchable polymer bi-brushes under shearing" bedeutet. Mein Bruder hat mich gefragt, wie die Rechnertechnik hier ist. Also unsere Arbeitsgruppe besitzt vier Hochleistungsrechner mit je 8 Kernen (intel Xeon E5) a 3,1GHz und 256GB(!) RAM(!). Also sehr ordentlich. Genutzt werden die Rechner von ca drei Personen.

Zum Schluss kann ihc noch von meinem ersten Aufenthlat außerhalb Tokyos berichten. Letzten Sonntag sind wir zu 5t mit dem Zug in die Tochigi-Präfektur nach Nikko gefahren, ca 2h oder 140km nördlich von hier. Dort gibt es historische Tempelanlagen, die zum Weltkulturerbe gehören und sehr viele Japaner und Touristen anziehen. Man kann also von 'Glück' reden, dass das Wetter am Sonntag eher bescheiden war und nicht ganz so viele Menschen dort waren.

Der Haupttempel/-schrein wird zZ renoviert und in einer großen Halle verborgen.

Vorm Betreten dieses Schreins zieht man seine Schuhe aus und wäscht (symbolisch) seine Hände.

In dieser Schnitzerei sind die drei Affen zu sehen, die wohl jeder kennt. Bisher dachte ich, das wären ignorante Duckmäuser. Aber original bedeutet es: 'hear no evil, speak no evil, say no evil'.

Suchbild: finde die Studenten.

Eine komplette Liste der Gebäude/Schreine und Tempel gibt es zudem im wiki-Artikel.

Zu den Fragen:

- also ich werde hier sicher keine selfies hochladen (auch nicht von meinem Bizeps, THC aus Bong!), ist ja schließlich kein fb

- was trinken Japaner gern? Nummer eins ist definitiv Bier, das wird aber ausschließlcih zum Genuss getrunken. In der Kneipe/izakaya gibt es dazu häufig noch den Reiswein/sake, der auch recht gut schmeckt. Wenn der preisbewusste Student sich aber einen reinlöten will, dann gibt es meistens Whisky, denn die Steuer auf Schnaps ist hier anscheinend recht klein. Whisky geht bei 7€ los und letztens habe ich 0,7 absolut für 11€ gekauft. Das also sogar etwas billiger als in Dtl.

PS: das Herbstwetter hier ist auch besser als in Dtl, denn es ist zwar kühl aber meistens scheint die Sonne. Man (ich) kann also noch im Nov mit kurzer Hose rumlaufen.

 

 

 

 

 

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Sonntag, 26.10.2014 Aikido und Tempel

Es kam letzte Woche die Frage, wieviele Studenten zum Aikido-training kommen. Unter der Woche sind es 15 bis 20 und am Wochenende nochmal etwas mehr: 25 vllt auch 30. Mit Freude habe ich letztes mal festgestellt, dass hier auch Schwertkampf trainiert wird (mit Holzschwertern). Es ist  wieder ein leciht anderer Stil als ich ihn von zu Hause kenne. Die Grundelemente sind aber die gleichen. ZB haben wir den einfachen geraden Schnitt/shomen geübt. Zuerst in 2-Paaren und anschließend alle synchron. Das heißt wird sttanden in Reih und Glied und nacheiander hat jeder laut bis 10 gezählt und alle haben dazu die Hiebe ausgeführt. Daher weiß ich auch, dass 24 Leute beim Training waren.

Ich wollte noch das Panoramabild vom letzten Eintrag nachreichen: http://oi60.tinypic.com/30hscw9.jpg .

Diese Woche hatte ich leider keine Gelegenheit großartig Touristenattraktionen o.ä. zu besuchen, denn irgendwie ist meine Zeit immer knapp. Es gab Nachfrage bzgl Katzencafes und Spielhallen. Das werde ich demnächst anpeilen. Heute Nachmittag hatte ich noch etwas Zeit und wollte mal einen der vielen buddhistischen Tempel hier besuchen, aber es waren beide geschlossen.

Am Freitag waren wir in einem richtigen sushi-Restaurant essen. Der Laden selbst war ziemlich klein (2 Tische und 8 Plätze an der Theke) und wurde von einem ältern Herrn mit seiner Frau geführt. Wenn man an der Theke sitzt, kann man ihm auch genau auf die Finger schauen und beobachten wie er das sushi zubereitet.

 

Das Ergebnis sah dann so aus:

Kurze Erläuterung der Gegenstände: rechts ein feuchts Tuch, mit dem man sich vor dem Essen die Händen abwischt, Soja-sauce, kleines, leeres Bierglas (ca0,2l), Schale für Soja-sauce, Schale, in der ein Appetit-Häppchen serviert wird und die Sushi-platte natürlich. Der Fisch war sehr zart und richtig lecker.

 

 

 

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